Impfkritik – Sinnvoll? Eine Rationale Perspektive

Wissenschaft
  • Sollten wir noch impfen?
  • Gibt es eine Pharmaverschwörung?
  • Was ist mit Impfschäden?
  • Kann man Wissenschaftlern trauen?

Das Robert-Koch-Institut

Bob: Hey Alice, was denkst du so übers Impfen? Brauchts das überhaupt noch?

Alice: Weißt du was das Robert-Koch-Institut (RKI) ist?

Bob: Nein.

Alice: Das RKI ist ein selbstständiges Institut mit dem Ziel, die Bevölkerung vor Krankheiten zu schützen und ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Daran arbeiten 1200 Menschen und ca 600 davon sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Um maximalen wissenschaftlichen Standard und Neutralität zu garantieren wird deren Arbeit regelmäßig von externen Gutachtern überprüft. Da arbeiten Professoren und die auf dem Gebiet der Immunologie am besten ausgebildeten Menschen der Welt. Das sind absolut krasse Leute, die ihr ganzes Leben nichts anderen gemacht haben als sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Und es sind viele auf einem Haufen, die sich ständig gegenseitig auf die Finger schauen, ihre eigenen Ideen und Vorschläge selbst angreifen und nur das was aller Kritik standhält endet dann als Impfempfehlung der ständigen Impfkommission.

Sind Impfgegner Verschwörungstheoretiker?

Alice: Dagegen stehen eine Handvoll Leute, die meinen nach ein paar populärwissenschaftlichen Büchern, geschrieben von unqualifizierten Leuten, etwas Internet Recherche und Diskussion mit gleichgesinnten Freundinnen und Freunden und anderen nicht qualifizierten Menschen, kennen sie sich besser mit dem Thema Impfen aus als diese Armee von krass trainierten Brains. Das kapier ich einfach nicht. Kannst du mir das erklären?

Bob: Okay, das habe ich nicht gewusst. Aber diese Wissenschaftler sind ja sicher irgendwie durch die Pharmaindustrie beeinflusst. Da steckt ja unglaublich viel Geld im Impfgeschäft. Und jeder hat einen Preis.

Alice: Impfen bewahrt jedes Jahr über 3 Millionen Menschen vor einem qualvollen Tod. Ein Tod der noch dazu ihr näheres Umfeld traumatisiert hinterlassen würde. Das ist ein verdammt ernstes Thema. Also du glaubst wirklich, dass es möglich ist all diese Leute + alle externen Gutachter so hart zu schmieren, dass keiner von ihnen aus Gewissensgründen auspackt? Und es kommen ständig neue Wissenschaftler hinzu und alte gehen in Rente. Diese Leute verdienen sowieso schon sehr gut. Das würde mindestens 10 Millionen pro Person kosten. Dann wären wir bei mindestens 6 Milliarden Euro. Das lohnt sich nie und nimmer und ist noch dazu extrem unsicher. Gerade unter Wissenschaftlern gibt es viele Idealisten, denen Geld ziemlich egal ist. Noch dazu gibt es weitere solche Institute auf der Welt mit noch viel mehr Wissenschaftlern und alle kommen zum gleichen Ergebnis. Unterstellst du wirklich all diesen Menschen unmoralisches Handeln? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass eine Handvoll Menschen auf die Idee kamen, die Angst in der Bevölkerung vor dem Impfen zu kapitalisieren indem sie diese Ängste weiter schüren? Um dann Bücher, Vorträge und ihre eigenen Empfehlungen zu verkaufen? Oder einfach um sich wichtig zu machen, weil sie in der seriösen Wissenschaftswelt keinen Erfolg hatten?

Kann man Wissenschaftlern trauen?

Bob: Das hört sich tatsächlich sehr unwahrscheinlich an. Aber es könnte doch sein, dass man Wissenschaftlern nicht trauen kann, oder?

Alice: Ich glaube, dass Missverständnis ist, dass viele Leute glauben, dass alle Wissenschaftler unter einer Decke stecken. Die Wahrheit ist, dass kein Wissenschaftler dem anderen traut. Und am allerwenigsten sich selbst. Unter Wissenschaftlern ist Kritik nicht nur willkommen sondern erwünscht. Und wenn ein Wissenschaftler tatsächlich etwas publiziert, was der Kritik von anderen Wissenschaftlern nicht standhält, nimmt seine Karriere großen Schaden. Deshalb sind Wissenschaftler so kritisch mit sich selbst. Sie müssen ihre eigenen Fehler finden, bevor es jemand anderes tut. 

Bob: Aber in Impfstoffen sind doch total ungesunde Sachen drin. Und was ist mit Impfschäden?

Alice: Meinst du, dass wäre den Wissenschaftlern nicht alles bewusst und das würden sie nicht in ihre Empfehlungen mit einbeziehen?

Bob: Ja doch, aber eventuell tun sie diese Stoffe trotzdem rein, weil sie andere Werte als ich haben.

Alice: Denen ihre Werte sind, wie gesagt, die Bevölkerung vor Krankheiten zu schützen und ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Was hast du denn für Werte?

Sind Wissenschaftler böse?

Bob: Vielleicht haben sie ja in Wirklichkeit andere, egoistischere Werte.

Alice: Dann wären wir wieder bei der Unterstellung, dass all diese Menschen unmoralisch handeln. Das haben wir doch schon geklärt wie unwahrscheinlich das ist.

Bob: Okay, verstehe ich. Ich habe halt einfach Angst davor meinen Kindern Zeug ins Blut zu spritzen, obwohl deren Immunsystem noch in der Entwicklungsphase ist. Das ist doch ein riesiger Eingriff!

Alice: Das verstehe ich auch. Allerdings sind wir beide keine Immunologen und können somit nicht beurteilen welcher Zeitpunkt für eine Impfung für das Immunsystem ideal ist. Es ist sicher ein komisches Gefühl, deinem Kind Stoffe zu injizieren, die du nicht verstehst. Ich verstehe auch nicht wie genau das RKI auf diese Empfehlungen kommt. Da braucht es ein gewisses Vertrauen in den wissenschaftlichen Prozess. Aber wir sehen doch jeden Tag, dass dieser Prozess unglaublich gut funktioniert. Solarzellen, Laser, fette Soundsysteme. Allein, dass jeder Mensch der möchte, diese Unterhaltung hier lesen kann, ist ein absolutes technologisches Wunder.

Bob: Okay. Vielleicht verstehe ich den wissenschaftlichen Prozess nicht gut genug.

Link zum Blog Artikel: Der wissenschaftliche Prozess.

Bob: Okay. Du bist also davon überzeugt, dass das Ergebnis des wissenschaftlichen Prozesses die Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission sind? Und diese Empfehlungen verdienen somit das größte Vertrauen?

Verschwörung vs wissenschaftlicher Prozess

Alice: Korrekt. Diese Empfehlungen sind mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit, nach heutigem Wissensstand, das Beste für die Spezies Mensch. Was anderes zu glauben impliziert ein korruptes System und tausende unmoralische Wissenschaftler. Das läuft bei mir unter Verschwörungstheorie. Und Verschwörungstheorien sind tatsächlich ein funktionierendes Geschäftsmodell. Sie arbeiten mit Emotionen anstatt mit Fakten. Sie schüren Ängste und verkaufen dann Lösungen. Zum Glück sind nur ein kleiner Bruchteil der Menschen emotional so beeinflussbar, dass sie das Vertrauen in den wissenschaftlichen Prozess verlieren, wie man an der zum Glück relativ kleinen, aber doch bedenklichen Impfgegnerbewegung sehen kann.

Bob: Okay. Ich denke, du hast mich überzeugt. Es ist irgendwie auch arrogant von den Leuten zu glauben sie wüssten es besser, als eine ganze Armee von hochausgebildeten Wissenschaftlern.

Alice: Ich glaub die meisten verstehen einfach nicht, welch ausgefeiltes System hinter diesen Empfehlungen steckt. Vielleicht ist es eine Mischung aus Ignoranz und Arroganz.

Bob: Und ich denke vor allem Angst. Die Angst, ihren Kindern mit dem Impfen zu schaden.  Und Angst ist bei vielen Menschen stärker als Rationalität. Ich kenne so einige Impfgegner, die sich nicht so leicht überzeugen lassen würden wie ich. Was würdest du denen sagen?

Alice: Sehr schwer. Einen Menschen der erstmal aus emotionalen Gründen eine Meinung hat, überzeugen meistens nur noch stärkere Emotionen. Mit Fakten kommt man oft nicht weit. Möglicherweise hilft es ihnen Bilder von Babys zu zeigen, die unter durch Impfen verhinderbaren Krankheiten qualvoll sterben.

Bob: Und wenn das nichts bringt?

Alice: Dann weiß ich leider auch nicht weiter.

 

Fazit: 600 hoch ausgebildete Experten sind vertrauenswürdiger als eine Handvoll Verschörungstheoretiker.

Was haltet ihr von dieser Argumentationskette? Was könnte ein Impfgegener darauf erwiedern? Wie überzeugt man Impfgegner vom wissenschaftlichen Prozess? Sagt uns eure Meinung!

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1 Kommentar. Leave new

  • Maria Zimmermann
    04/11/2020 11:17

    Habe das Buch Quantenphysik für Hippies gelesen und fand es cool, ich würde daher auch ein neues Buch über Quantenbiologie lesen wollen 🙂

    VG Maria

    Antworten

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