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Minecraft online: Chat, Kinderkonto, Käufe
Wer allein baut, spielt Minecraft laut Mojang offline. Online kommen drei Dinge dazu: andere Menschen im Chat, ein Konto, das Erwachsene verwalten, und Käufe im Spiel. Diese Seite sagt, was die USK, Mojang und die Minecraft-Hilfe dazu schreiben und wo die Einstellungen liegen.
Die Minecraft-Elternkontrolle richten Sie über Microsoft und Xbox ein, nicht im Spiel selbst. Das gilt laut Minecraft-Hilfe auch dann, wenn in Ihrer Familie niemand eine Xbox hat. Klickfolgen schreiben wir nicht ab. Wir nennen den Ort und verlinken die Anleitung. Eine Anleitung zum Ausschalten oder Umgehen von Schutzeinstellungen gibt es hier nicht.
Diese Seite ist eine unabhängige Fan-Seite für Eltern, nicht offiziell und nicht von Mojang/Microsoft. Alle Quellen unten haben wir am 17. Oktober 2026 gelesen.
Allein spielen und mit anderen spielen
Mojang unterscheidet auf der Elternseite von minecraft.net zwei Arten zu spielen: als Einzelspieler „offline und alleine“ oder im Multiplayer-Modus „online, mit der Möglichkeit, mit anderen Spielern zu spielen“. Für Kinder steht dort: „Bei Kinderkonten ist sowohl in der Java Edition als auch in der Bedrock Edition der Multiplayer-Modus deaktiviert.“
Mit einem Kinderkonto spielt Ihr Kind also zunächst allein. Ob es mit anderen spielen darf, legt ein Erwachsenenkonto fest. Wo diese Einstellung liegt, steht unten unter Kinderkonto.
Wichtig ist auch, welche Fassung Ihr Kind spielt. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beschreibt zwei: Die Java-Edition gibt es nur für den PC, die Bedrock-Edition für PC, Konsolen und Smartphones. Zur Bedrock-Edition schreibt die bpb von einem „offensiv beworbenen Ingame-Shop“ und von Online-Spielmodi, „die nicht ohne elterliche Kontrolle genutzt werden sollten“. Die Online-Server, die in der Bedrock-Edition empfohlen werden, bieten laut bpb Mini-Spiele bis hin zu Horror oder Battle Royale. Sie folgen dem Free-to-Play-Prinzip und fordern häufig dazu auf, Inhalte für Echtgeld zu kaufen. Das ist die Einordnung der bpb, keine Serverliste.
Pädagogisch empfiehlt die bpb die Java-Edition ab 6 und die Bedrock-Edition ab 12 Jahren. Welche weiteren Alterszahlen es gibt, von der USK bis zu PEGI und ESRB, steht im Artikel Minecraft ab welchem Alter. Hier geht es um das, was online dazukommt.
Wer Minecraft ganz ohne Konto, Chat und Server mag: Ein Buch braucht nichts davon. Dafür gibt es die Bücherliste für Eltern. Welches Buch zu welchem Alter passt, steht unter Welches Minecraft-Buch zu welchem Alter.
Was der USK-Eintrag zu Chats und Käufen sagt
Die Kennzeichen der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, sagen nicht nur etwas zum Alter. Laut USK informieren sie auch über Online-Funktionen wie „Chats“ oder „In-Game-Käufe“.
Für diesen Artikel haben wir einen Eintrag erneut geöffnet: Minecraft für die Nintendo Switch 2, USK-Nr. 58526/26, Prüfdatum 17.03.2026. Er lautet „Freigegeben ab 6 Jahren“ gemäß § 14 JuSchG, mit den Gründen Comic-Gewalt, Handlungsdruck und Schreckmomente. Darunter steht: „Enthält: Chats, In-Game-Käufe“. Was hier steht, gilt für diesen Eintrag. Andere Einträge haben wir für diesen Artikel nicht erneut geöffnet.
Was die beiden Zusatzfunktionen bedeuten, erklärt die USK auf derselben Seite:
- Chats. „Das Spiel bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Mitspielenden im Spiel individuell auszutauschen und Inhalte zu teilen.“ Gemeint sind integrierte Chats, auch per Voice-Chat, dazu Direktnachrichten und Gruppenchats. Fest vorgegebene Reaktionen wie Emotes, Dances oder Smileys zählen nicht dazu. Die USK weist darauf hin, dass ein Kind so auch mit nicht vertrauten Personen in Kontakt kommen kann. „Auf vielen Plattformen, Spielen oder Konsolen lassen sich Chat-Funktionen beschränken oder ganz deaktivieren“, schreibt sie.
- In-Game-Käufe. „Das Spiel enthält Möglichkeiten zum direkten Kauf von zusätzlichen Inhalten.“ Als Beispiele nennt die USK Items, Bonuslevel, Skins, virtuelle Münzen und andere spielinterne Währungen, Abonnements und Upgrades. „In-Game-Käufe sind meist optional und somit nicht erforderlich, um im Spiel weiterzukommen.“ Laut USK lassen sich solche Käufe auf allen gängigen Plattformen, Konsolen und Geräten über Kontoeinstellungen oder Jugendschutzsysteme mit einem Passwort schützen oder ganz deaktivieren. Die USK empfiehlt, mit dem Kind zu vereinbaren, ob Käufe erlaubt sind und in welcher Höhe.
Auf ihrer Seite für Familien schreibt die USK allgemein: Viele Spieleplattformen bieten Schutzfunktionen, mit denen sich Inhalte, In-Game-Käufe oder die Spielzeit einstellen lassen. Das ist ein Satz über Plattformen, nicht über Minecraft.
Kinderkonto, zwei Altersangaben
Für Kinder sieht Minecraft ein eigenes Konto vor. Mojang schreibt auf der Elternseite, es brauche mindestens zwei Konten, darunter ein Kinderkonto. Das Kinderkonto muss mit dem Microsoft-Konto eines Erwachsenen verknüpft sein. „Nur Erwachsenenkonten können Familieneinstellungen wie das Aktivieren der Multiplayer-Einstellungen für Kinder ändern.“
Bis zu welchem Alter ein Konto ein Kinderkonto ist, steht an zwei Stellen verschieden:
- Mojang, Elternseite: „Ein Kinderkonto ist für Personen unter 16 Jahren (USA und EU) bzw. unter 19 Jahren (Südkorea).“
- Microsoft-Support, Liste der Länder oder Regionen mit gesetzlichen Altersgrenzen für Kinder: „In diesen Ländern oder Regionen müssen Kinder unter dem gesetzlichen Alter ihr Konto von einem Elternteil verwalten lassen.“ Für Deutschland steht dort: „Deutschland - Alter 18.“ Für Österreich nennt die Liste 14, für jedes andere EU-Land 16.
Die Minecraft-Hilfe schreibt: „The statutory age for a child account is determined by where you live.“ Das gesetzliche Alter hängt also vom Wohnort ab, und die Hilfe verweist dafür auf die Microsoft-Liste. Für ein Kind in Deutschland steht dort 18. Mojang nennt auf der Elternseite 16 für die USA und die EU. Wir lassen beide Zahlen nebeneinander stehen.
Konto anlegen und Familiengruppe
Wie man ein Minecraft-Konto erstellt, beschreibt Mojang in einem eigenen Leitfaden. Die Schritte schreiben wir nicht ab.
Für Elternkontrollen braucht es laut Minecraft-Hilfe eine Microsoft-Familiengruppe. Anlegen lässt sie sich auf der Website von Microsoft Family Safety („Create a family group“) oder in der Xbox Family App. Dort wird ein neues Kinderkonto erstellt oder eine vorhandene E-Mail-Adresse des Kindes eingetragen. Danach verwalten Eltern die Einstellungen auf der Xbox-Seite „Privacy & online safety“ oder in der Xbox Family App. „Only parent accounts can modify settings.“ Minecraft nutzt diese Familieneinstellungen laut Hilfe auch dann, wenn niemand auf einer Xbox spielt.
Mojang selbst nennt zum Einrichten und Ändern der Elternkontrollen die Adresse account.xbox.com/settings. Ohne Anmeldung landet man dort auf der Anmeldeseite von Xbox. Die Einstellungsseiten nach der Anmeldung haben wir nicht gesehen. Wie die Punkte dort auf Deutsch heißen, wissen wir deshalb nicht. Die Hilfeartikel von Minecraft haben wir auf Englisch gelesen, unter denselben Nummern gab es keine deutsche Fassung. Die englischen Namen stehen hier so, wie die Hilfe sie nennt.
Multiplayer und Realms
Wer sucht, wie man Multiplayer beim Kinderkonto aktiviert: Das entscheidet das Erwachsenenkonto, nicht das Kind. Die Minecraft-Hilfe zu Multiplayer nennt für die Bedrock-Edition diese Einstellungen, jeweils mit Allow oder Block:
- „join multiplayer games“ oder „join multiplayer on Xbox“ unter „Xbox and Windows 10 devices Online Safety“: ob das Kind Multiplayer-Spielen, Realms und anderen Servern beitreten darf.
- „you can join cross-network play“: ob es mit Menschen auf anderen Plattformen spielen darf. Als Beispiele nennt die Hilfe PlayStation und Nintendo.
- „add friends and follow others“: ob es andere Spieler finden und als Freunde hinzufügen darf.
Für die Java-Edition nennt die Hilfe zwei Einstellungen für Freundschaftsanfragen. Den Chat am Konto regeln beide Editionen gleich, siehe Chat. Die Einstellungen gelten laut Hilfe auch, wenn Ihr Kind nicht auf einer Xbox spielt. Die einzelnen Schritte stehen in der Hilfe.
Realms sind laut Minecraft „private, Cloud-gehostete Server, mit denen du Minecraft online mit Freunden spielen kannst“. Wer beitritt, bestimmt die Einladung. Java und Bedrock spielen nicht im selben Realm: „Ja, Realms ist plattformübergreifend, aber nur innerhalb derselben Edition verfügbar.“ Wie viele gleichzeitig spielen können, hängt vom Abo ab. Bei Realms für die Bedrock-Edition sind es „Du und 2 weitere Freunde“, bei Realms Plus für Bedrock und bei Realms für Java jeweils „Du und 10 weitere Spieler“. Ob Ihr Kind einem Realm beitreten darf, regelt die Multiplayer-Einstellung oben.
Realms ist ein kostenpflichtiges Abonnement. Den Betrag nennt die Produktseite. Sie schreibt außerdem, das Abonnement verlängere sich automatisch, bis es gekündigt wird. Auch nach der Testversion bleibe es automatisch bestehen.
Und Server für Kinder? Eine Serverliste oder eine Empfehlung gibt diese Seite nicht. Die Minecraft-Hilfe zu sozialen Funktionen unterscheidet bei der Moderation: Texte auf einem Realm werden beobachtet, in der Java- wie in der Bedrock-Edition. Das gilt auch für Partner-Server, die die Bedrock-Edition im Spiel anbietet. Auf privaten Servern moderiert der Betreiber des Servers.
Chat
Mit anderen schreiben können Kinder in Minecraft auf mehreren Wegen. Die Hilfe zu sozialen Funktionen nennt den Chat, den Spielende mit der Taste Return oder T öffnen. Dazu kommen Schilder und Banner mit bis zu vier Zeilen Text, die alle in derselben Welt sehen. Was jemand mit „Buch und Feder“ schreibt, kann lesen, wer das Buch im Spiel findet. Namen und Skins müssen die Community-Standards einhalten. Zum Melden von Spielern verlinkt die Hilfe eigene Artikel, die wir nicht geöffnet haben.
Wer mit Ihrem Kind chatten darf, legt das Erwachsenenkonto fest. Laut Chat-Hilfe liegt die Einstellung auf der Xbox-Seite „Privacy & online safety“, im Reiter Privacy des Kinderkontos. Sie heißt dort „You can communicate outside of Xbox with voice & text“. In der Xbox Family App heißt der Punkt „Manage online communication“. Als Stufen nennt die Hilfe Everyone, Friends, Only me, Allow und Block. Für die Java-Edition schreibt die Multiplayer-Hilfe: „Choosing Friends will limit incoming chat to players on the Friends List.“ In der Xbox Family App regelt „See and upload community creations“ außerdem, ob Ihr Kind Realms Stories und Screenshot-Galerien sehen kann.
In der Bedrock-Edition gibt es zusätzlich einen Schimpfwortfilter. Laut Hilfe ist er unter Settings und General standardmäßig an und lässt sich mit einem Kinderkonto nicht ausschalten. Er ersetzt unpassende Wörter durch # oder blendet die Nachricht aus. In der Bedrock-Edition wirkt er auf Realms, Partner-Servern und in anderen Multiplayer-Spielen. In der Java-Edition ist er „only active on Realms“.
In der Java-Edition gibt es im Spiel unter Options und Chat Settings den Chat mode mit den Stufen Shown, Commands Only und Hidden. Hidden blendet alle Chat-Nachrichten aus. Die Hilfe führt das als Einstellung zur Barrierefreiheit. Die Rechte des Kontos bleiben bei „Privacy & online safety“. Hidden ersetzt die Einstellung am Konto also nicht.
medien-kindersicher.de hat die Kindersicherung auf einem iPhone mit der Version 1.21.101 getestet. Der Chat lässt sich danach in den Spieleinstellungen stummschalten. „Eine vollständige Deaktivierung des Chats über das Spiel ist nicht möglich.“ Die Stummschaltung kann Ihr Kind selbst wieder zurücknehmen. Für eine Sperre, die Eltern überwachen, verweist die Seite auf Microsoft Family. Die Multiplayer-Einstellungen gelten laut medien-kindersicher.de plattformübergreifend, zum Beispiel für iPhone, iPad, Xbox und Windows-PC.
Käufe und Minecoins, ohne Preisliste
Den Minecraft Marketplace gibt es laut Mojang in der Bedrock-Edition. Mojang beschreibt ihn als „ein Portal zum Kaufen von Karten, Skins und Mini-Spielen“. Bezahlt wird mit Minecoins. Mojang schreibt, alle Inhalte seien kuratiert, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Das ist eine Aussage des Anbieters, keine unabhängige Prüfung.
In den häufigen Fragen zu Minecoins steht: „Minecoins sind eine digitale Währung, die im Minecraft Marketplace eingesetzt wird, um in deinem Konto Inhalte zu erwerben.“ Und: „Alle Käufe für Minecoins sind endgültig und können nicht erstattet werden.“ Eine Ausnahme nennt derselbe Absatz: Wurde auf Minecraft.net ein nicht autorisierter Kauf getätigt, kann man sich an den Microsoft Support wenden. Wer Minecoins auf Minecraft.net oder im Marketplace der Bedrock-Edition kauft, braucht ein Microsoft-Konto. Die Paketpreise auf dieser Seite schreiben wir nicht ab.
Eine Änderung steht bevor. Laut einer Meldung auf minecraft.net („Published 9/1/26“) gilt ab dem 27. Oktober 2026: Minecoins, die in Minecraft auf einer Nintendo Switch oder Switch 2 gekauft werden, lassen sich nur noch auf diesen Geräten verwenden. Minecoins von anderen Geräten gelten dann nicht mehr für Käufe im Marketplace auf Nintendo-Geräten. Minecoins, die schon da sind, wandern in eine „Legacy Wallet“. Sie verfallen laut Meldung nicht und werden zuerst verbraucht. Neuere Minecoin-Karten aus dem Handel können Nintendo auslassen. Die Meldung rät, vor dem Kauf auf die Plattformen auf der Verpackung zu achten. Das Datum liegt nach unserem Lesedatum, dem 17. Oktober 2026.
Ausgaben eines Kinderkontos steuern Eltern laut Minecraft-Hilfe über Microsoft und Xbox, auch ohne Xbox. Die Einstellungen liegen auf der Website von Microsoft Family Safety oder in der Xbox Family Settings App, im Bereich „Spending“. Dort nennt die Hilfe „Ask to buy/Require approval“: Steht der Schalter auf On, bekommt das Elternkonto Meldungen über gewünschte Käufe. Es kann den Kauf freigeben oder selbst abschließen. Außerdem nennt die Hilfe dort den Punkt „Account Balance“ mit „Add Money“.
Auf Deutsch beschreibt der Xbox Family Hub die Funktion „Erziehungsberechtigten fragen“: „Mit der Funktion ‚Erziehungsberechtigten fragen‘ erhalten Sie eine E-Mail, wenn Ihre Kinder ein Spiel oder eine App kaufen möchten und Ihre Hilfe zum Bezahlen des Kaufs brauchen.“ Ein Freischaltcode kann außerdem Einkäufe begrenzen. Als Ort nennt die Seite die Xbox Family Settings-App oder account.microsoft.com/family.
Zur Bedrock-Edition rät die bpb außerdem: „Zumindest sollten Eltern darauf achten, dass keine unbegrenzten Bezahlmethoden wie Kreditkarten im Shop hinterlegt sind.“ Stattdessen könnten Prepaid-Systeme wie Guthabenkarten genutzt werden.
Bei Codes gibt es eine Schutzvoreinstellung. Die Minecraft-Hilfe schreibt: „Microsoft Child Accounts for children under 9 years of age are not allowed to redeem codes for promotional items or in-game downloadable content as a safety feature.“ Mit einem Kinderkonto unter 9 Jahren lassen sich also keine Codes für Aktionsartikel oder zusätzliche Spielinhalte einlösen. Eine Anleitung, diese Voreinstellung zu lockern, gibt diese Seite nicht.
Und das Spiel selbst? Für Windows, macOS und Linux beschreibt die Minecraft-Hilfe, wie Eltern über Microsoft-Familienkonten Kauf und Spielrechte verwalten. Das Konto, mit dem sich Ihr Kind in Minecraft anmeldet, braucht Zugriff auf die Lizenz. Die Hilfe nennt drei Wege: das Spiel als Geschenk schicken, das Kind mit Freigabe selbst kaufen lassen oder die Lizenz über Family Share teilen, wenn das Elternkonto sie schon hat.
Auch Verbraucherschützer beschäftigen sich mit Käufen in Spielen. klicksafe meldete am 05.10.2026, das europäische Verbraucherschutz-Netzwerk CPC gehe gegen elf Videospielfirmen vor, deren Spiele nach Auffassung der Verbraucherschützer gegen EU-Recht verstoßen. „Zu den beanstandeten Spielen gehören bekannte Namen wie Candy Crush Saga, Minecraft und Clash of Clans.“ Die Ziele laut klicksafe: deutlich sichtbare Preise für virtuelle Gegenstände und Währungen, keine verschleierten Kosten durch das Umtauschen mehrerer Währungen und Information über das Rücktrittsrecht. Ein abgeschlossenes Urteil ist das nicht.
Eine Preisliste für Minecoins oder Realms gibt diese Seite nicht. Die Beträge stehen auf den Produktseiten.
Wenn die Spielzeit ausufert
SCHAU HIN schrieb am 01.07.2018, bei diesem „grenzenlosen Spiel“ könnten Kinder leicht die Nutzungszeit aus den Augen verlieren. Bauprojekte könnten schnell zum „Stundenfresser“ werden. Im selben Text steht: „so kann man Minecraft zwischendurch mal für eine halbe Stunde spielen.“ Das ist eine Beschreibung, kein Grenzwert.
Eine eigene Minutenzahl für Minecraft nennt keine der Quellen, die wir gelesen haben. Fachstellen geben Richtwerte für Bildschirmmedien insgesamt, also für Fernsehen, Computer, Konsole, Tablet und Smartphone zusammen. Ihre Zahlen unterscheiden sich. Wir stellen sie nebeneinander:
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de, Seite vom 02.12.2025. Bildschirmmedien pro Tag: unter 3 Jahren „am besten gar nicht“, 3 bis 6 Jahre „zusammen höchstens 30 Minuten“, 6 bis 9 Jahre „zusammen höchstens 30–45 Minuten in der Freizeit“. Möglichst nicht täglich und möglichst in Begleitung. Bei den Mahlzeiten und möglichst eine Stunde vor dem Schlafengehen: abschalten. Die Tabelle versteht sich als Orientierung, weil jedes Kind anders ist. Eine Zeile für ältere Kinder hat sie nicht.
- klicksafe, Seiten zuletzt geändert am 01.12.2025 und am 08.09.2025. 0 bis 3 Jahre: Bildschirmmedien vermeiden. 3 bis 6 Jahre: höchstens 30 Minuten am Tag, nicht täglich, mit Erwachsenen. 6 bis 9 Jahre: höchstens 30 bis 45 Minuten am Tag, nicht unbedingt täglich, mit altersgerechten Inhalten und Begleitung. 9 bis 12 Jahre: höchstens 45 bis 60 Minuten am Tag. 12 bis 16 Jahre: „Maximal 1 bis 2 Stunden am Tag freie Bildschirmzeit bis spätestens 21 Uhr.“ Auf der Seite für 12- bis 16-Jährige schreibt klicksafe, solche Angaben könnten „nur Richtwerte“ sein.
- SCHAU HIN, Seite vom 27.08.2026. 0 bis 3 Jahre: am besten gar keine Bildschirmzeit, wenn doch, dann dosiert und nicht jeden Tag. 4 und 5 Jahre: bis eine halbe Stunde am Tag. 6 bis 9 Jahre: bis zu einer Stunde am Tag. Ab 10 Jahren ein Wochenkontingent, als Regel „zehn Minuten Medienzeit pro Lebensjahr am Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche“. Was am Bildschirm für die Schule passiert, zählt dort nicht mit.
Für ein Kind zwischen 6 und 9 Jahren heißt das: BIÖG und klicksafe nennen 30 bis 45 Minuten am Tag, SCHAU HIN bis zu einer Stunde. Wir machen daraus keine eigene Zahl.
Macht Minecraft süchtig? Eine Diagnose gibt diese Seite nicht. SCHAU HIN beschreibt die Sorge so: „Viele Eltern machen sich Sorgen, dass Smartphones, Computer und Konsolen ihren Kindern schaden, dass sie süchtig danach werden und andere Interessen in Vergessenheit geraten.“ Das ist ein Satz über Bildschirme allgemein, nicht über Minecraft allein. Auf derselben Seite nennt SCHAU HIN, wann professionelle Hilfe nötig werden kann: wenn Schule, Freunde, Sportverein, andere Hobbys oder Pflichten über mehrere Monate wegen digitaler Angebote vernachlässigt werden und Kinder trotz negativer Folgen nicht Abstand nehmen können. Als Anlaufstelle nennt SCHAU HIN zum Beispiel eine Sucht- oder Erziehungsberatungsstelle in der Nähe.
ins-netz-gehen.de beschreibt sich als Angebot zu Medienerziehung und Suchtprävention für Jugendliche, Eltern und Fachkräfte, „mit Selbsttest und Beratung“. Eine Unterseite nennt das Angebot im Titel eine BZgA-Präventionskampagne.
Wenn Sie eine feste Zeit am Gerät einstellen wollen: Laut Microsoft-Support entscheiden Eltern mit Bildschirmzeitlimits in Microsoft Family Safety, „wann und wie lange Familienmitglieder ihre verbundenen Windows-, XBOX- und Mobilgeräte verwenden können“. Festgelegt wird das unter family.microsoft.com oder in der Microsoft Family Safety-App. Der Xbox Family Hub beschreibt die Bildschirmzeit für Xbox-Konsolen und Windows-Geräte: Der Countdown beginnt mit dem Anmelden und endet mit dem Abmelden. Eine Minutenzahl empfehlen beide Seiten nicht.
Ob, mit wem und wie lange Ihr Kind online spielt, entscheiden Sie. Eine Bewertung des Spiels gibt es hier nicht. Auch die Bücherliste bewertet nur Bücher, nicht das Spiel. Und wenn Ihr Kind Minecraft mag, aber nicht lesen will: Wenn das Kind Minecraft mag und nicht lesen will.
Fragen
Wie richte ich die Minecraft-Elternkontrolle ein?
Die Minecraft-Hilfe legt Elternkontrollen über eine Microsoft-Familiengruppe und über die Xbox-Einstellungen „Privacy & online safety“. Das gilt auch ohne eigene Xbox. Nur das Konto eines Erwachsenen kann diese Einstellungen ändern. In der Microsoft-Länderliste steht für Deutschland das Alter 18. Die Elternseite von Minecraft schreibt zugleich, ein Kinderkonto sei für Personen unter 16 Jahren in den USA und der EU. Diese Seite gibt keine Klickfolge.
Wie erstelle ich ein Minecraft-Konto für ein Kind?
Mojang schreibt auf der Elternseite: Es braucht mindestens zwei Konten, darunter ein Kinderkonto, verknüpft mit dem Microsoft-Konto eines Erwachsenen. Zum Erstellen verlinkt Mojang einen eigenen Leitfaden. Diese Seite schreibt die Schritte nicht ab.
Wie funktioniert die Chat-Kindersicherung in Minecraft?
Der USK-Eintrag für Minecraft auf der Switch 2 kennzeichnet Chats, einschließlich Voice-Chat. Die Minecraft-Hilfe steuert den Chat eines Kinderkontos über die Xbox-Einstellung „you can communicate outside of Xbox with voice & text“ oder in der Xbox Family App über „Manage online communication“. In der Java Edition gibt es unter Optionen und Chat Settings zusätzlich den Modus Hidden. Der ersetzt die Konto-Einstellung nicht. Eine Klickfolge gibt diese Seite nicht.
Wie sperre ich In-App-Käufe in Minecraft?
Minecoins sind laut Minecraft die digitale Währung für den Marketplace der Bedrock Edition. Käufe von Minecoins sind laut der dortigen FAQ endgültig. Die Minecraft-Hilfe legt Ausgaben eines Kinderkontos unter „Spending“ bei Microsoft Family Safety fest, darunter „Ask to buy/Require approval“. Eine Preisliste und eine Klickfolge gibt diese Seite nicht.
Geht Minecraft Realms mit einem Kinderkonto?
Realms sind laut Minecraft private Server in der Cloud. Wer beitritt, bestimmt die Einladung, und Java und Bedrock spielen nicht im selben Realm. Mojang schreibt, bei Kinderkonten sei der Multiplayer-Modus aus. Ob das Kind Multiplayer und Realms betreten darf, stellt das Erwachsenenkonto ein. Eine Serverliste gibt diese Seite nicht.
Macht Minecraft süchtig?
Diese Seite stellt keine Diagnose. SCHAU HIN beschreibt am 27.08.2026 die Sorge, Kinder könnten nach Bildschirmen süchtig werden, und nennt Richtwerte für die Bildschirmzeit. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und klicksafe nennen andere Minuten. ins-netz-gehen.de ist eine Präventionsseite mit Selbsttest und Beratung. Wie lange Ihr Kind spielt, entscheiden Sie.